Gegenüber dem Kloster von Marienthal sehen Sie eine rund 30 Meter hohe Felswand. Dort fällt ein einzel stehender Fels auf. Er ist bekannt unter dem Namen Reiterlay. Ein Namen, den er durch folgende Sage erhielt: Der edle Ritter von Schloss Hollenfels war während einer Verfolgungsjagd von seinen Soldaten abgeschnitten worden. Die Feinde hatten ihn umzingelt und drängten ihn immer mehr in Richtung Felswand auf der rechten Seite der Eisch. Der Ritter hatte seinen Tod vor Augen: hinter sich die Feinde und vor sich einen tiefen Abgrund.

In seiner Not beschloss der Ritter ein Gelübde ab: “Sollte ich das hier überleben, werde ich dem Kloster Marienthal soviel Kerzen spenden, wie ich in voller Rüstung zusammen mit meinem Pferd wiege”. Da drückt der Ritter seinem Pferd die Sporen in die Flanken und springt von der Reiterlay in die Tiefe. Unten versinkt das Pferd bis zu den Knien im Schlamm, befreit sich aber schnell wieder und läuft im Galopp weiter. Eine andere Legende besagt, dass Pferd und Ritter ganz sanft auf dem Boden landen, ohne auch noch die geringste Verletzung davon zu tragen. Auf jeden Fall bedankt sich der Ritter bei Gott für seine wundersame Rettung und lässt sich im Kloster weihen.

Nicht weit vom Marienthal liegen die Schlösser von Hollenfels und Ansemburg mit seinen tollen Gärten das Schloss Schoenfels und der “Hunnebuer”. Dieser Ort heisst so, weil der König der Hunnen, Attila, auf seinem Zug durch Westeuropa im 5. Jahrhundert Rast gemacht haben soll, um seine Pferde zu tränken.

Informationen für Eltern: 

  • Der “Hunnebuer” ist von Mersch aus über den CR105 zu erreichen. Von Mersch aus sind es 9 Kilometer zu Fuss, aber es gibt auch Parkplätze in der Gegend, rund 700 Meter vom Ort entfernt. Der Weg ist für Kinderwagen und Roller geeignet. Vom “Hunnebuer” aus starten drei Rundwege von 1,5 bis 5 Kilometer Länge. 
  • Auf den Höhen über Schoenfels, nicht weit vom Claushaff entfernt, liegen die “Mamerleeën”, ein System von Höhlen und Stollen, in denen früher Mühlsteine gebrochen wurden. An verschiedenen Stellen kann man in die Höhlen rein. Für alle Touren in der Gegend wird festes Schuhwerk empfohlen. Und auch eine Taschenlampe, wenn man die “Mamerleeën” besuchen möchte. Hier sollte man gut aufpassen, denn neben dem Weg geht es steil bergab.  
  • Mehr Informationen über das Marienthal und über die „Mamerleeën”. Der Rundweg Schoenfels führt an den Höhlen vorbei und über die Höhen über dem Marienthal.  

Quelle: SNJ