Einst war er weit verbreitet in Luxemburg: Der Steinkauz, um den sich viele Legenden rankten, denn diese Eulenart brütete oft auf oder in der Nähe von Friedhöfen, von wo aus seine Rufe nachts zu hören waren. Da der Raubvogel auch Insekten jagt, die von Lichtquellen angezogen werden, kommt es manchmal vor, dass er vor einem Fenster landet und mit seinen grossen, runde Augen in ein Wohnzimmer blickt und den Bewohnern einen gehörigen Schrecken einjagt. Kein Wunder, dass er in Luxemburg einst “Doudevull” (Totenvogel) genannt wurde.

Der Steinkauz war früher weit verbreitet. Heute allerdings ist die kleinste Eulenart Luxemburgs stark bedroht, denn seine Brut- und Jagdreviere werden durch das Wachstum der Ortschaften und der landwirtschaftlichen Flächen immer seltener. Obstgärten, Hecken und Spalten in Bäumen oder Gebäuden, in denen der Steinkauz nistet, werden immer seltener.

Die Gemeinde Weiler-la-Tour hat der Eulenart einen Lehrpfad gewidmet, auf dem man auf Schautafeln viel über den Lebensraum des Steinkauzes lernen kann, sowie über die Schutzmassnahmen, um diese Art zu erhalten. Wer sich aufmerksam umschaut, kann potenzielle Brutplätze des Steinkauzes erkennen und die Brutkästen, die an verschiedenen Bäumen angebracht wurden.

Informationen für die Eltern

  • Start- und Endpunkt des Weges ist die Schule in Weiler-la-Tour in der Rue de Luxembourg neben dem Sportzentrum.
  • Der Rundweg ist rund 6,3 Kilometer lang und auch mit einem Kinderwagen leicht zu beschreiten.
  • Mehr Informationen und eine Wegbeschreibung gibt es hier