Vor einem halben Jahrhundert noch brachen hier schwere Maschinen rund um die Uhr das Eisenerz aus der Erde. Heute ist der “Prënzebierg – Giele Botter” zwischen Differdingen und Petingen ein 255 Hektar grosses Naturschutzgebiet (seit 1991), das von vielen Menschen für erholsame Spaziergänge genutzt wird. In den früheren Tagebaugebieten im Süden des Landes entwickelten sich nach ihrer Stilllegung eine besondere Vegetation und eine besondere Tierwelt.

Zum Beispiel gedeihen hier fast 20 verschiedene Orchideenarten. Auf dem Naturentdeckungspfad, der auf 7,7 Kilometer durch die ehemalige Mine und die Wälder rundherum führt, kann man diese entdecken. Auf Schautafeln wird erklärt, wie früher hier Erz abgebaut wurde und wie die Natur das Gebiet zurück eroberte.

Der Geologische Lehrpfad ist mit 2.5 Kilometern weit kürzer. An neun Stationen informiert der Pfad die Besucher über Bildung, Eigenschaften und Abbau der Minette-Schichten.

Informationen für Eltern

  • Man kann den Naturlehrpfad von Petinger Seite ab dem Parkplatz beim Friedhof beschreiten. Oder, von Differdinger Seite, von der Rue Titelberg in Niederkorn aus.
  • Die Broschüre zum “Prënzebierg – Giele Botter” gibt es hier.
  • Auf dem Naturlehrpfad gibt es einige steile Passagen. Auch sollte man aufpassen, nicht zu nah an die Ränder der Felswände zu gehen, denn es könnten sich Brocken lösen.
  • Ganz in der Nähe liegt auch der Fond de Gras mit seinem Minett Park, wo man die Geschichte der Region entdecken kann und der Titelberg, auf dem einst eine keltische Siedlung stand. Mehr dazu gibt es hier